Heidelberger Katechismus Frage ...
Mehr Fragen als Antworten!
Die 129 Fragen des Heidelberger Katechismus - ohne die Antworten!
Welche Fragen interessieren Sie? Finden Sie Ihre eigenen Antworten?! Oder stellen Sie Ihre eigenen Fragen?!


Den Heidelberger (anders) hören
Dieser Text regt zum eigenen (Weiter-)Denken an!
Ein Veranstaltungsvorschlag


Wirkung

Heilig-Geist-Kirche in Heidelberg am Abend, Foto: Aleida Siller

Obwohl eigentlich für die Kurpfalz gemacht, fand der Heidelberger Katechismus schnell darüber hinaus Verbreitung. Flüchtlingsgemeinden wurden auf ihn aufmerksam: in der Pfalz, am Niederrhein, in London, in Emden. Schon bald gab es die ersten Übersetzungen.
Auf Synoden in Emden, Wesel und Duisburg fand der Katechismus Anerkennung nicht nur als Unterrichtsbuch, sondern er wurde mehr und mehr als geeignete Richtschnur für Lehre und Bekenntnis angesehen. Die Nationalsynode von Dordrecht 1618/19 erklärte den Katechismus schließlich zum verbindlichen Bekenntnis- und Lehrbuch für reformierte Kirchen. In folgedessen wurde er in weiteren Territorien und Kirchen eingeführt, in einigen im Laufe der Jahrhunderte jedoch auch wieder außer Kraft gesetzt und durch andere Katechismen ersetzt. 
Durch Handel, Mission und Auswanderung gelangte er nach Übersee. Etwa 40 Übersetzungen sind bekannt.
Von Anfang an gab es auch kritische Stimmen zum Katechismus, zu seinem Inhalt, später auch zur Art seiner Anwendung. Nicht nur den guten Wirkungen dieses Katechismus ist deshalb nachzugehen, sondern auch seinen problematischen. Und nicht zuletzt muss gefragt werden, ob Aussagen auf dem Hintergrund theologischer, anthropologischer und politischer Erkenntnisse aus der Mitte des 16. Jahrhunderts heute noch tragend und leitend sein können.

1 - 10 (26) > >>